FLEXIBLER SCHULANFANG

Ab dem Schuljahr 2016/2017 wird an der Wilhelm-Leuschner- Schule eine veränderte Schuleingangsphase – der Flexible Schulanfang – eingeführt. Es werden dazu die Jahrgangsstufen 1 und 2 zu einer pädagogischen Einheit zusammengefasst. Der Unterricht erfolgt in jahrgangs- und entwicklungsgemischten Lerngruppen. Individualisierte Unterrichtsformen gehören zu den pädagogischen Rahmenbedingungen. Differenzierende Maßnahmen orientieren sich an der Lernausgangslage des Kindes. Jedes Kind wird mit seinen individuellen Lernpotentialen wahrgenommen und kann diese in der altersgemischten Gruppe in besonderem Maße nutzen.

Besondere Kennzeichen der Flexiblen Eingangsphase sind:

  • Es werden jahrgangsgemischte Gruppen 1/2 gebildet, Große und Kleine lernen gemeinsam
  • Die Kinder werden entsprechend ihres Entwicklungs-/Lernstandes optimal gefördert
  • Zweitlehrkräfte oder Sozialpädagogen unterstützen Lehrerinnen und Lehrer in der Doppeltbesetzung des Kernunterrichts
  • Die Kinder haben die Möglichkeit nach ihrem jeweiligen Lernstand die Eingangsphase in 1, 2 oder 3 Jahren zu durchlaufen.

Um diesem Konzept gerecht zu werden ist eine kontinuierliche Unterrichtsentwicklung mit vielen einzelnen Bausteinen die Voraussetzung. Diese haben wir Schritt für Schritt bereits auf den Weg gebracht.

So wurde seit fünf Jahren kontinuierlich an dieser Weiterentwicklung mit dem gesamten Kollegium gearbeitet. Mit dem Konzept und der Umsetzung eines Methodencurriculums entwickelte sich ein veränderter Unterricht, mit dem Ziel selbstständiges Lernen anzuleiten. Offene Unterrichtsmethoden, ergänzt durch kooperative und kommunikative Lernformen wurden Prinzip. Die Lernumgebungen unterstützen und ermöglichen selbstgesteuertes Lernen (individuelle Schülerarbeitsplätze, Zentrumstisch, Ordnungssysteme etc.)

Lernzeiten gekoppelt an die Lernplanarbeit gehören zum Schulprogramm. Diese Lernpläne sind auf unterschiedlichen Kompetenzstufen ausgelegt und werden regelmäßig weiterentwickelt. Sie enthalten Selbstreflexions- und Lehrerreflexionsbögen, die den Lernstand transparent machen. Feedbackgespräche unterstützen die Lernfortschritte und das selbstgesteuerte Lernen der SuS.

Eine adaptive Unterrichtsgestaltung unter der Berücksichtigung von Transparenz, Vorwissen, offenen Lernwegen, Feedback im Sinne des Lehrlernkreislaufs und auf der Grundlage des selbstorganisierten Lernens sind Grundprinzip in allen Klassen.

Alles dies unterstützte die Entscheidung, den Flexiblen Schulanfang bereits im kommenden Schuljahr umzusetzen. Hinzu kam der Wegfall der Vorklasse und immer größer werdende Unterschiedlichkeit der Kinder in den Eingangsklassen.

Eine kurze, aber intensive Entscheidungsfindung im Kollegium und den Elterngremien führte zu einem fast einstimmigen Votum für die Einführung des Flexiblen Schulanfangs.

Mit viel Elan wird momentan an einem Konzept gearbeitet um die bestmögliche Umsetzung zu gewährleisten.

Wir danken allen Eltern nochmals an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit.

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